TAH berichtet über unsere Bufdis
Sie sind Exoten. Viele von ihnen gibt es noch nicht, denn der Dienst, den sie leisten, ist noch ganz neu. Maiken Schiele und Raphael Scheider haben am Monatsanfang ihren Bundesfreiwilligendienst (BFD) begonnen. Im Charlotten-Hospital in Stadtoldendorf und im Sertürner-Hospital Einbeck werden die beiden „Bufdis" in den nächsten zwölf Monaten interessante, spannende und sicherlich auch manche unerwartete Einblicke in den Betrieb eines Krankenhauses gewinnen.
Maiken Schiele wird im Bereich Pflege der beiden zur Gesellschaft für Hospital-Management (GeHoMa) gehörenden Krankenhäuser eingesetzt. Die zweiwöchige theorethische Einführung hat die 18-Jährige gerade hinter sich. „Ich freue mich auf die praktische Arbeit", sagt sie. Zunächst ist Maiken Schiele in der Sozialstation in der Ambulanten Krankenpflege eingesetzt und hat hier in den ersten Tagen schon viel Neues kennengelernt. Die 18-Jährige aus Schneverdingen möchte die Zeit ihres Bundesfreiwilligendienstes nutzen, um „Erfahrungen zu sammeln, Menschen zu helfen, und um selbstständiger zu werden", sagt sie. Die 18-Jährige, die im Internet auf die Möglichkeit des neuen Dienstes in Stadtoldendorf und Einbeck aufmerksam geworden ist, wohnt seit Beginn des BFD im Wohnheim der Krankenhäuser. Imgrunde wird Maiken Schiele ähnliche Tätigkeiten übernehmen wie Absolventen des seit Jahren etablierten Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ). Neun junge Frauen und Männer haben gleichzeitig mit den zwei „Bufdis" ihren Dienst im Charlotten-Hospital Stadtoldendorf und im Sertürner-Hospital Einbeck begonnen. Im Gegensatz zum FSJ muss ein Bundesfreiwilligendienst aber nicht ein Jahr dauern - kürzer, aber auch länger ist möglich. Die Flexibilität, dass sie als „Bufdi" zwischen sechs und 18 Monaten ihren Dienst leisten könne, habe sie gereizt, sagt Maiken Schiele. Die Abiturientin möchte studieren, ist sich zurzeit aber bei der Fachrichtung noch nicht sicher. Für sie ist der BFD deshalb auch keine verschenkte Zeit, sondern sie nutzt ihn, um sich über ihre berufliche Zukunft klar zu werden.
Raphael Scheider freut sich auf interessante neue Einblicke in der Technik eines Krankenhauses. „Ich möchte etwas Handwerkliches machen", beschreibt der 19-Jährige seine beruflichen Ziele. An der BBS Northeim hat er vor wenigen Wochen im Bereich Holztechnik seine Schulausbildung abgeschlossen. Tischler, das wäre etwas, sagt der Einbecker. Am ersten Tag war Raphael Scheider in der Haustechnik der Krankenhäuser schon gefragt. „Ich habe Holzleisten angeschraubt und vor einer Renovierung die Schränke abgeklebt", berichtet er. Auch der 19-Jährige möchte seine Zeit als Bundesfreiwilligendienstler nutzen, um sich beruflich zu orientieren, um zu sehen, was ihm liegt. Und würde sich über die Chance freuen, später einmal eine Berufsausbildung im Bereich der Haustechnik machen zu können.
Bevor die beiden „Bufdis" ihren Dienst gewählt hatten, wussten sie selbst nicht viel über diesen neuen Bundesfreiwilligendienst. Da habe es zu wenig Informationen gegeben, meinen sie. Wenn man beispielsweise „FSJ" gegoogelt habe, sei nicht automatisch die zusätzliche Möglichkeit eines BFD aufgetaucht. Auch in den Zeitungen haben Maiken Schiele und Raphael Scheider mehr Werbung und Berichterstattung über den Bundesfreiwilligendienst vermisst. Das gehöre dorthin, wo man es auch lese, sagen die beiden: auf die erste Seite.
Das Stadtoldendorfer Krankenhaus bietet ebenso wie die Einbecker Klinik weitere freie Plätze im Rahmen des BFD. Einsatzmöglichkeiten gibt es im Bereich der Haustechnik, im Service und auch in der Pflege. Interessierte wenden sich Astrid Stitz, Personalabteilung Sertürner-Hospital Einbeck, Telefon 05561/940-200. Unter der E-Mailadresse astitz@sertuerner-hospital.de können am BFD interessierte Frauen und Männer ihre Bewerbungen einsenden.
Hier ist der Bericht im "Täglichen Anzeiger Holzminden" [pdf]
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01.07.2011





































